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Tradingsystem: Wo Trends entstehen (können). Beispiel: Britvic

In den höheren Zeiteinheiten findet man gute Einstiegspunkte, an denen größere Trends beginnen können.
Die Chartanalyse in mehreren Zeiteinheiten ist nicht neu und auch kein Hexenwerk. Viele wenden diese an und versuchen über mehrere Zeiteinheiten hinweg Bestätigung für die eigenen Trades zu erlangen oder interessante Einstiegsmöglichkeiten zu finden.

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Starke Trends entstehen, wenn noch viele Käufer/Verkäufer hinter einem stehen, die Kaufen oder Verkaufen möchten. Man muss also prüfen, an welchen Stellen dies der Fall sein könnte und sich hier positionieren. Das Entscheidende im letzten Satz ist das Wort „können“, denn es gibt keine Garantie dafür. Das Einzige, was ein Trader machen kann, ist, sich zu positionieren und abzuwarten, ob der Trade die Erwartungen erfüllt oder nicht.

Egal, wie gut die Chartsituation für einen persönlich aussieht, man weiß nie was der nächste Tag bringen wird.

In Zeiten, in denen ein bestimmter Tradingstil nicht so gut funktioniert, können sich viele Verlusttrades ergeben. Egal, wie gut die Chartsituation für einen persönlich aussieht, man weiß nie was der nächste Tag bringen wird. Daher kann man nur abwarten und sich gegen die Situation schützen, wenn sich die eigene Erwartung nicht erfüllt.

Um lukrative Einstiegsmöglichkeiten zu finden, nutze ich die höheren Zeiteinheiten, um mir ein grobes Bild der Lange zu verschaffen.

Wie ich höhere Zeiteinheiten zum Überblick der Lage nutze

  1. Meistens habe ich drei Charts gleichzeitig auf meinem Monitor geöffnet: Monats-, Wochen und Tageschart. Somit bekomme ich auf einen Blick bei einer Aktie einen Überblick über die Lage (von sehr grob nach klein).
  2. Im Monatschart prüfe ich das große langfristige Bild: Wo sind langfristige Widerstände und Unterstützungen? Wie stark ist eine Aktie gestiegen oder gefallen? Dies hilft mir auf einen schnellen Blick zu erkennen, wo mögliche interessante Einstiege sind.
  3. Im Wochenchart sehe ich die Lage der letzten Monate. Dies ist für mich der wichtigste Chart. Hier sehe ich konkreter wie oft Unterstützungen oder Widerstände erreicht wurden. Gab es stärkere Verkäufe/Käufe? Gab es Fehlausbrüche? Für mich sind mehrmonatige Unterstützungen oder Widerstände interessant, um mich bei einem Bruch dieser zu positionieren.
  4. Im Tageschart findet bei mir der eigentliche Einstieg statt. Ich nutze hierfür jedoch nicht den „nackten“ Chart, sondern nutze den Donchian Kanal, um mich zu positionieren (nicht im Chart abgebildet). Im Tageschart halte ich dann Ausschau nach Bewegungen, Fehlausbrüchen, Trends (höhere/tiefere Hochs/Tiefs), Unterstützungen/Widerstände. Wo wird eine interessante Marke gebrochen?

Diese ganze Arbeit erledigen meine Augen und mein Gehirn in wenigen Sekunden. Die Chartlinien habe ich nur zur Visualisierung eingezeichnet. Die Analyse der drei Zeiteinheiten stehen in enger Verbindung zur generellen Marktlage, also ob Aktienmärkte gerade überwiegend steigen oder fallen. Ich suche nach Situationen, in denen Ausbrüche erfolgen, wo in höheren Zeiteinheiten Verkäufer/Käufer hinzukommen. Dies funktioniert natürlich nur, wenn auch die Märkte allgemein in diese Richtung zeigen.

Beispiel: Analyse der Aktie Britvic

Im Nachhinein ist alles natürlich leichter zu sehen und zu betrachten. Deshalb dient dies nur als Beispiel und zur Visualisierung. Dies ist keine Aufforderung oder Anleitung zu einem Trade!

  1. Monatschart: Die für mich wichtigen Marken sind im Chart markiert. Die letzen Verlaufshochs eines Abwärtstrends dienen als Markierungen. Gerade die Bodenformation mit insgesamt drei Auflagepunkten als Widerstand ist interessant. Ebenso die mehrmonatige Konsolidierung aus 2013 bei ca. 450. Solche Punkte sind es, die bei einem Bruch neue Käufer anlocken. Ab 2013 erfolgte ein starker Aufwärtstrend ohne große Konsolidierungen. Die Aktienmärkte waren allgemein in einem starken Trend.
  2. Wochenchart: In dieser Zeiteinheit sind die Konsolidierungen noch deutlicher zu erkennen. Über mehrere Wochen kommen die Kurse den Widerständen näher und schließlich werden diese auch gebrochen. Wenn der Trend im Wochenchart deutlich in eine Richtung zeigt, heißt es aber noch lange nicht, dass man sich nicht auch auf der Gegenseite positionieren könnte. Wie man seit November 2013 sieht, bildet Britvic ein Top aus, welches eine deutliche Unterstützung unterhalb 700 zeigt. Bei einem Bruch könnte man sich short positionieren und auf einen Abwärtstrend spekulieren. Viele Käufer dürften hier noch investiert sein und verkaufen. Hierbei muss man aber auch die Lage der Aktienmärkte allgemein miteinbeziehen.
  3. Tageschart: Hier findet man die „feineren“ Signale. Einen kräftigen Fehlausbruch und einen aktuell intakten Abwärtstrend innerhalb der großen Range. Die Unterstützung ist ebenfalls deutlich zu sehen, wo man sich bei einem Bruch positionieren könnte.

Diese Analyse ist nur eine individuelle Interpretation. Wie schon oben geschrieben handele ich nicht den nackten Chart und auch nicht mit dieser Interpretation im Hinterkopf. Dies dient nur dazu, damit ich meine Gedanken, die bei mir automatisch ablaufen, besser erklären kann. Früher habe ich viel individuelle Charttechnik genutzt, wie man auch im Blog sehen kann. Heute habe ein festes System mit Regeln für Marktrichtung, Entry, Exit, Trademanagement, Position-Sizing usw.

Hier ist die Chance erhöht, dass sich die aktuellen Kräfte und Meinungen im Markt verändern.

Was man jedoch bei der Analyse von Chart immer wieder sehen kann ist, dass große Trends nicht in der kleinen Zeiteinheit entstehen, sondern in den höheren. Das größere Bild zeigt einem klare Einstiegspunkte, an denen es zu größeren Trends kommen könnte. Hier ist die Chance erhöht, dass sich die aktuellen Kräfte und Meinungen im Markt verändern. Diese Punkte zu finden und mit einem trendfolgenen System zu handeln ist das Ziel.

 

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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