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Ein Trend ist die Verbindung eines Datenpunkts A mit Datenpunkt B.

Den Trend in einer Aktie bestimmen

Es gibt mehrere Arten, einen Trend zu bestimmen. Man muss sich auch die Nachteile der jeweiligen Methode ansehen …
Wie erkennt man einen Trend in einer Aktie oder einem anderen Handelsinstrument? Zu allererst ist ein Trend nichts anderes als die Bewegung innerhalb einer Kursreihe von Punkt A zu Punkt B. Dabei muss Punkt B bei einem Aufwärtstrend höher liegen als Punkt A bzw. tiefer bei einem Abwärtstrend. Manchmal hilft es, wenn man sich die Charts nicht als Bilder vorstellt, sondern als das, was sie eigentlich sind: Datenpunkte (wie in einer Excel Tabelle).

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Es gibt grundsätzlich zwei Arten Trends in Aktien oder anderen Handelsintrumenten zu finden:


Visuelle Trendbestimmung

Hierbei schaut man sich den Chart an und sucht nach Anzeigen für einen Trend. Dies kann sein:

Ein Trend ist die Verbindung eines Datenpunkts A mit Datenpunkt B.

Eine klare Bewegung von einem Punkt A zu einem Punkt B. Hier sieht man, dass ein ansteigender Trend vorliegt. Diese Methode ist aber sehr ungenau.

Visuelle Trendbestimmung mit höheren Hochs und Tiefs

Höhere Hochpunkte und Tiefpunkt bzw. tiefere Hochpunkte und Tiefpunkte. So lange die Reihe von ansteigenden Hoch- und Tiefpunkten nicht durchbrochen ist, liegt ein Trend vor. Der Nachteil dieser Methode ist, dass man erst relativ spät sieht, ob sich ein Trend entwickelt hat. Wie viele höhere Hochs/Tiefs muss es geben, damit ein Trend vorliegt?

Trend in Apple mit Trendliniein

Trendbestimmung mit Trendlinien: Hierbei wird eine Trendlinie durch die Tiefpunkte (oder Hochpunkten) gezogen und diese sozusagen miteinander verbunden. Dies benötigt ein wenig Übung, lässt aber viel Spielraum für eine Interpretation.

Ein Trend in der visuellen Trendbestimmung ist immer ein subjektiver Eindruck, weil er nicht gemessen wird, sondern durch den Trader interpretiert wird. Die Nachteile liegen klar auf der Hand: Der Trader kann durch seine Wahrnehmung getäuscht werden. Zudem muss der Trader selber bestimmen, was für ihn ein Trend im Chart ist.


Trendbestimmung per Indikator

Einfach geht es, den Trend mit einem Indikator zu messen. Aber auch hierbei gibt es Nachteile. Der Trader muss zuerst für sich selber festlegen, was ein Trend für ihn in seinem Trading-System ausmacht. Verschiedene Trader haben auch verschiedene Interpretationen eines Indikators. Zudem muss man die Parameter des Indikators einstellen. Ich habe hierbei zwei Erfahrungen gemacht:

  1. Die meisten Trendindikatoren haben dieselbe Aussage. Es ist eher ein Ausdruck des Geschmacks und Glaubens, welchen Indikator man zur Trendbestimmung einsetzt.
  2. Die Einstellung in einem Indikator spielen eine untergeordnete Rolle. Ob man nun eine Periode von 5 oder 7 verwendet, ist nicht wichtig. Es kommt mehr darauf an, was man wissen möchte und wie das in das eigene Trading-System passt. Möchte man z.B. einen kurzfristigen Trend messen, sollte man eine kurzfristige Periode wählen. Bei der Messung eines langfristigen Trends, eine langfristige Periode. Das Ausprobieren im Chart hilft.

Hier drei Beispiele mit Indikatoren (in ProRealtime), um einen Trend zu bestimmen:

Trend in Apple mit MACD

Der oft verwendete MACD Indikator lässt sich vielfältig interpretieren und verwenden. Oft werden die Kreuzungen des MACD als Trendsignal verwendet.

Trend in Apple mit SuperTrend

Der SuperTrend Indikator zeigt, je nach gewählter Einstellung, einen klaren Trend an. Er lässt sich auch zur Stopp-Platzierung verwenden. Der Indikator basiert auf der Volatilität eines Wertes. Es gibt keine perfekte Einstellung für alle Märkte, doch mit ein wenig Ausprobieren, wird man einen Wert finden, der für das eigene Trading-System passt.

Gleitender Durchschnitt zur Trendbestimmung

Gleitende Durchschnitte sind eine einfache und effektive Art Trends zu messen. Man kann die Kurslage zu einem gleitenden Durchschnitt verwenden (z.B. Kurs > gleitender Durchschnitt), das Kreuzen zweier oder mehrerer gleitender Durchschnitte oder die Steigung eines gleitenden Durchschnitts (Wert heute > Wert vor x Tagen). Gerade letzteres ist sehr interessant und auch von Thomas Stridsman in seinem Buch „Handelssysteme, die wirklich funktionieren“ verwendet. Hier im Blog gibt es auch einen Screener hierzu.

Wie man sieht ist die Bestimmung eines Trend in einem Chart sehr einfach möglich. Doch das Wichtigste ist, dass die gewählte Art zum Trading-System passt. Wenn man ein Trading-System handelt, welches langfristig ausgelegt ist, sollte man auch den langfristigen Trend betrachten. Bei einem kurzfristigen Trading-System muss man eher kurzfristige Trends bestimmen. Hierbei gilt aber auch das KISS Prinzip: Weniger ist mehr! Je mehr Regeln ein Trading-System oder ein Aktienscanner hat, desto anfälliger wird er für geringe Schwankungen. Gerade, wenn man ein Trading-System hat, welches einen diskretionären Teil besitzt, sollte man lieber einen Aktienscanner einsetzen, der ein wenig „lockere“ Regeln besitzt, als allzu strenge.

 

  • Paul

    Mal wieder ein schöner Beitrag, kommt für mich gerade wie gerufen – Danke!

    • Julian Komar

      Danke Paul! Immer wieder schön zu hören, dass meine Beiträge ankommen.

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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