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CFD Trading Leverage

Warum CFDs oder Hebelprodukte nutzen?

Mit Hebelprodukten, wie z.B. CFDs, lässt sich das Eigenkapital besser ausnutzen. Das Risiko bleibt dabei gleich. Es gibt jedoch einiges zu beachten …
In der letzten Finanzkrise wurden Derivate, zu denen auch CFDs gehören, als „Massenvernichtungswaffen“ bezeichnet. Dies war und ist mehr Populismus als Wahrheit. Unter den Tradern werden Hebelprodukte (CFDs, Futures, Zertifikate usw.) schon lange genutzt. Trader, die gelernt haben, mit einem Hebel zu handeln, wissen, wozu man ihn wirklich nutzt.

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Einsteiger im Bereich Trading denken zuerst an den Profit und dann an das Risiko. Im Laufe der Trading-Karriere wandelt sich jedoch der Blick. Man schaut zuerst auf das Risiko. Sicherlich ist der Handel mit einem Hebel mit mehr Risiko verbunden als ohne. Doch es liegt zuerst an der Risiko-Management-Strategie, die man hierauf ausrichten muss.

Im Alltag nehmen wir ständig Kredite auf, um einen „Hebel“ in unserem Leben zu erreichen:

  • Wir kaufen ein Haus oder Auto, um unser Leben besser zu machen oder einen neuen Job bequemer zu erreichen. Hierfür müssen wir uns oft viel Geld leihen. Die geringe Eigenkapitalanlage wird dadurch „gehebelt“.
  • Firmen kaufen Produktionsmittel mithilfe eines Kredites, um mit den Produktionsmitteln mehr Gewinn zu verdienen.
  • Der Staat nimmt laufend Kredite auf, um durch Investitionen eine höhere Rendite durch höhere Produktivität zu erzielen.

Man sieht also: Wir sind umgeben von Krediten. Jedes Mal, wenn man einen kleinen Geldbetrag (z.B. eine Anzahlung) durch Fremdkapital aufstockt, kann man von einem Hebel sprechen.

Dieses Konzept der Steigerung des Profits durch einen Hebel lässt sich ohne Probleme auf das Trading übertragen. Hier sollte jedoch der Blick mehr auf das Risiko gerichtet sein. Das Risiko bleibt, bei einer guten Risiko-Management-Strategie gleich und das Kapital wird durch den Einsatz von Fremdkapital besser genutzt.

Beispiel ohne Hebel

Um zu verstehen, wie ein Trader sein Eigenkapital durch Fremdkapital besser nutzen kann, zuerst ein Beispiel:

Trader XYZ handelt eine Trendfolgestrategie und hat eine sehr gute Risiko-Management-Strategie. Diese Strategie legt fest, dass er ein maximal offenes Risiko von 5% haben darf. Dies bedeutet, dass er maximal 5% verliert, wenn alle seine Trades gleichzeitig ausgestoppt werden. Sein Eigenkapital beträgt 10.000 EUR. Das bedeutet, er kann bei einem Risiko von 1% pro Position maximal 5 Positionen gleichzeitig mit offenen Risiko halten. Das Risiko pro Position beträgt maximal 100 EUR.

Der Trader hat 3 Positionen offen:

Position Offenes Risiko Positionsgröße
Aktie A 0%  (Kein offenes Risiko.) 3500 EUR
Aktie B 1% 2500 EUR
Aktie C 0%. 2000 EUR

Die obere Aufstellung zeigt, dass Trader XYZ Positionen im Wert von 8000 EUR hält und nur ein offenes Risiko von 1% hat! Da er nur noch 2000 EUR Bargeldbestand hat, kann er vielleicht nur noch eine Position eröffnen. Er könnte jedoch noch 4% Risiko eingehen, da ihm dies seine Risiko-Management-Strategie erlaubt. Genau jetzt kommt Fremdkapital ins Spiel.

Bessere Nutzung des Eigenkapitals durch Fremdkapital

Damit der Trader mehr Positionen gleichzeitig offen haben kann, setzt er nun CFDs oder andere Hebelinstrumente ein. CFDs eignen sich gut, da sie das ursprüngliche Handelsinstrument 1:1 abbilden. Bei einem Hebelprodukt wird nur ein kleiner Betrag als Sicherheitsleistung (sog. Margin) hinterlegt. Der Restbetrag wird vom Broker als Fremdkapital hinzugeschossen. Durch die Leihe des Geldes werden natürlich Finanzierungsgebühren fällig. Daher sollte man genau kalkulieren, ob sich der Einsatz von Fremdkapital langfristig lohnt.

Schauen wir erneut auf das Depot von Trader XYZ. Diesmal mit dem Einsatz eines Hebels (z.B. über CFDs):

Position Offenes Risiko Positionsgröße Margin % Margin
Aktie A 0%  (Kein offenes Risiko.) 3500 EUR 10% 350 EUR
Aktie B 1% 2500 EUR 20% 500 EUR
Aktie C 0%. 2000 EUR 10% 200 EUR
Aktie D 1% 3000 EUR 20% 600 EUR
Aktie E 1% 1500 EUR 50% 300 EUR
Aktie F 1% 2500 EUR 20% 500 EUR
Aktie G 1% 1000 EUR 100% 1000 EUR

Hier nun die Beträge für das Depot von Trader XYZ:
Eigenkapital: 10.000 EUR. Davon als Margin genutzt: 3100 EUR.
Positionsgröße insgesamt: 16.000 EUR. Der Hebel beträgt also 1,6.
Offenes Risiko: 5%. Es können keine neuen Positionen eröffnet werden bis das Risiko sinkt. Das Eigenkapital ist optimal genutzt.

Betrachtung des Risikos

Warum heißt es nun, dass der Einsatz eines Hebels „gefährlicher“ ist, obwohl das Eigenkapital besser ausgenutzt wird? Es liegt an der Positionsgröße. Zur Veranschaulichung hierfür zwei Szenarien:

  • Kurslücken: Es kommt zu einer Kurslücke in allen Aktien über Nacht von 10%. Grund hierfür kann eine Nachricht, wie z.B. eine Atom-Katastrophe oder Krieg sein. Der Verlust in diesem Fall wäre 1600 EUR, was auf einen Schlag 16% des Gesamtkapitals vernichten würde.
  • Starke Schwankung: Alle Aktien schwanken täglich um 1%. Die Bewegung würde 160 EUR ausmachen. Die Frage ist, wie viel Schwankung ein Trader aushält, bevor er schlaflose Nächste bekommt. Ein Hebel von 1,6 ist noch moderat. Betrüge der Hebel 3, wäre es eine Schwankung von 300 EUR.

Man sieht also, dass die Verlustgefahr in Falle eines außergewöhnlichen Ereignisses groß ist. Zudem hat die Höhe der Positionsgröße und die damit eigehenden Schwankungen Einfluss auf die mentale Verfassung des Traders. Genau aus diesem Grund ist eine durchdachte Risiko-Management-Strategie, die auch die mentale Seite des Traders einbezieht, Pflicht. Nur so lassen sich Helbelprodukte wie z.B. CFDs ohne Problem einsetzen.


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